Forderungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der JugendPolitikTage 2017 an Politik und Gesellschaft

Wir finden die Ergebnisse der Jugendlichen Teilnehmenden extrem spannend und laden euch ein die Forderungen zu lesen.
Entweder direkt hier oder über die Seite der Jugendpresse
die folgendes schreibt:
…“Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der JugendPolitikTage 2017 erarbeiteten in 18 Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen Forderungen, die sie an Politik und Gesellschaft richten.

Eine Auswahl der Forderungen stellten sie der Parlamentarischen Staatssekretärin Caren Marks vor und diskutierten mit ihr darüber. Dazu fanden sich im Vorfeld jeweils drei Arbeitsgruppen zu einer Themenwerkstatt zusammen. Dort präsentierten sich die Arbeitsgruppen gegenseitig ihre Forderungen, diskutierten sie gemeinsam und wählten anschließend in einem demokratischen Prozess ihre drei zentralen Forderungen aus.

Hier können alle Forderungen der Arbeitsgruppen als PDF heruntergeladen werden – unabhängig von der engeren Auswahl in der Themenwerkstatt. ..“

Viel Spaß dabei!

Fachtagung zu Kinder- und Jugendrechten

Wie steht´s? – Kinder- und Jugendrechte – Wie geht´s?

Donnerstag, 14.09.2017 / 09.30 bis 16.00 Uhr

Hochschule Magdeburg-Stendal, Standort Magdeburg, Breitscheidstr. 2

Kinder- und Jugendrechte sind präsent, aber nicht allgegenwärtig. Nach wie vor gilt es, Kinder- und Jugendrechte zu fokussieren, zu stärken und vor allem zu verstetigen. Dazu beitragen soll die landesweite Fachtagung „Wie steht´s? – Kinder- und Jugendrechte – Wie geht´s?“. Der Fokus der Tagung liegt dabei auf den Lebensbereichen der jungen Menschen. Wir wollen gemeinsam erarbeiten, in welchen Lebensbereichen (Stadt vs. Land, Kita, Schule, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Familienbildung, Freizeit) welche Kinderrechte bereits Anwendung finden, wie diese ausgebaut werden können und wo sie noch Anwendung finden müssen. Der Fachtag wird Ihnen in Gesprächsrunden sowie in Fachforen die Möglichkeit bieten, Perspektiven und Herausforderungen für die Ausgestaltung der Kinderrechte zu diskutieren, um darauf aufbauend mögliche weitere Schritte zu entwickeln.

Anmeldungen für die Fachtagung sind bis zum 18.08.2017 unter Angabe des vollständigen Namens, der Kontaktdaten inkl. E-Mail sowie des gewünschten Fachforums plus eine Alternative an folgende E-Mail fachtag@awo-jugendwerk-lsa.de möglich.

Eingeladen zur Tagung sind Kinder und Jugendliche, Multiplikator*innen, Studierende, Lehrer*innen, Erzieher*innen, Schulsozialarbeiter*innen, Mitarbeiter*innen ASD, Vertreter*innen von Politik und Verwaltung sowie alle am Thema interessierten Menschen.

Besonders eingeladen sind junge Menschen! Denn nur gemeinsam können wir herausfinden, wo Kinder- und Jugendrechte schon gut greifen und wo es noch Bedarfe gibt, diese verstärkt zu kommunizieren und deren Anwendung so sicherzustellen. Wenn es zur Teilnahme eine Unterstützung zur Freistellung von Schule o.ä. braucht, sind wir gern unter der genannten E-Mail behilflich!

Quelle: BAG Kommunale Kinderinteressenvertretungen

„Armut raus aus meinem Haus!“ Ein Video von Nürnberger Kindern

„Armut raus aus meinem Haus!“ ist ein Video der Kinderkommission, in dem Nürnberger Kinder dem Begriff Armut ein Gesicht geben und schildern, was sie darüber wissen und darunter verstehen. Premiere hatte das Video im Januar 2017 im Nürnberger Kino „Casablanca“. Das Publikum bestand aus den beteiligten Kindern und ihren Klassenkameradinnen und -kameraden. Dabei wurde von den jungen Leuten der Titel ausgewählt. Gezeigt wurde das Video dann beim 16. Offenen Forum Familie des Bündnis für Familie Nürnberg. Thema des Forums am 22./23.03.2017 war „Kinder, Jugendliche und Familien in Armutslagen – was hilft und stärkt?“. Die Konferenzteilnehmer und -teilnehmerinnen erhielten damit ergänzend zu den Vorträgen Einblick in die Gedankenwelt der Kinder zum Thema Armut. Die am Projekt beteiligten Kinder erhielten ein tolles Feedback: „Dieser Film ist ein großes Geschenk für mich. Ich werde ihn vielen Erzieher(innen) und Lehrer(innen) zeigen! Danke, dass ihr mitgemacht habt, was ihr denkt ist sehr wichtig!“

Der Link zum Video und zur Arbeit der Nürnberger Kinderkommision:

https://www.nuernberg.de/internet/jugendamt/kinderkommission.html#53

Beschluss zum ersten Dresdner Kinder- und Jugendbüro steht :)

Endlich kann es losgehen. Nach mehrjährigen Versuchen Kinder- und Jugendbeteiligung in Dresden zu institutionalisieren ist der Beschluss letzte Woche im Jugendhilfeausschuss gefallen: Der Stadtjugendring Dresden wird gemeinsam mit dem Kulturbüro Dresden ein Kinder- und Jugendbüro eröffnen! Dank des Engagements vieler Menschen ist ein wichtiger Schritt zu kommunaler Partizipation getan. Wir freuen uns auf die bevorstehende Aufgabe, hoffen auf einen weiteren Ausbau der in der Rahmenkonzeption vorgeschlagenen Module (z.B. die Besetzung der Stelle zur Kinderbeauftragung) und auf Unterstützung der Dresdner Akteure. Aktuelle News zur Entwicklung und dem Aufbau des Kinder- und Jugendbüros findet ihr weiterhin hier.

Herzlichst, Peggy und Julia

 

Artikel aus der DNN vom 10.06.2017

 

Sachsen will mehr Mitsprache für Kinder

Junge Leute sollen per Gesetz im Gemeinderat oder Kreistag mitreden dürfen. Dort stellt man aber eine Bedingung.

Dresden. Diesen Satz hört man von jungen Leuten häufig: Uns fragt ja keiner. Zumindest wenn künftig in kommunalen Parlamenten über Angelegenheiten von Kindern und Jugendlichen entschieden werden muss, soll sich das allerdings ändern. Sachsen will nun dem Beispiel anderer Bundesländer folgen und eine Beteiligung von jungen Menschen an solchen Verfahren per Gesetz festschreiben.

Das Innenministerium in Dresden bestätigte auf Anfrage, dass in Kürze ein entsprechender Änderungsentwurf des Kommunalverfassungsrechts zur öffentlichen Anhörung freigegeben werden soll. Details der Neuregelung gab man allerdings noch nicht bekannt. Hintergrund ist die bisherige Uneinigkeit zwischen Freistaat und Kommunen, wie weit die neuen Mitspracherechte der Kinder und Jugendlichen konkret reichen sollen. Nach SZ-Informationen soll dieser Streit nun mit einem Kompromiss beigelegt werden. Sowohl in die Gemeindeordnung als auch in die Landkreisordnung soll ein neuer Paragraf 47a aufgenommen werden, der sich an einer Regelung aus Rheinland-Pfalz orientiert und den Kommunen vor Ort praktisch die letzte Entscheidung überlässt: So sollen Gemeinden künftig bei Planungen und Vorhaben, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren, „diese in angemessener Weise beteiligen“ und hierzu über die bisherige Einwohnerbeteiligung hinaus „geeignete Verfahren entwickeln und durchführen“. Dem Vernehmen nach haben die Koalitionsfraktionen von CDU und SPD im Landtag dieser Kompromissformel auf Arbeitsebene bereits zugestimmt.

Innenminister Markus Ulbig (CDU) begrüßt die Gesetzesinitiative ausdrücklich: „Junge Menschen möchten mitgestalten. Mit der geplanten Änderung können Kinder und Jugendliche ihre Ideen für Freizeit- und Sportangebote und den öffentlichen Nahverkehr einbringen und aktiv Heimat gestalten.“ Die kommunale Seite reagiert bisher zurückhaltender. Die Beteiligung junger Menschen sei für viele Städte und Gemeinden nichts Neues, meint Mischa Woitscheck. Der Geschäftsführer von Sachsens Städte- und Gemeindetag verweist dafür auf Kinder- und Jugendparlamente, Beiräte und die Hinzuziehung als Sachverständige. „Solange die Entscheidungsspielräume im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung erhalten bleiben, werden wir die angedachte Regelung aber mittragen können.“ Eine ähnliche Position vertritt der Sächsische Landkreistag. Es wäre positiv zu werten, wenn bei dem Thema keine konkreten Vorgaben gemacht würden, sondern die Kommunen vor Ort selbst entscheiden könnten, wie eine stärkere Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen erreicht wird, teilte der Verband mit.

Quelle:

http://www.sz-online.de/sachsen/sachsen-will-mehr-mitsprache-fuer-kinder-3692170.html

 

Vorfahrt für Kinderrechte: Der „KidsRight Index“

„Kinder, die ethnischen, konfessionellen oder sprachlichen Minderheiten angehören, werden weltweit diskriminiert. Darauf aufmerksam zu machen und diesen Trend umzudrehen, ist eines der wesentlichen Anliegen der Autoren der KidsRights Index 2017 – eines Rankings, das sich der weltweiten Einhaltung der Kinderrechte widmet. …

„Im Allgemeinen verdeutlicht der Index, dass Industriestaaten es zunehmend verfehlen, entsprechende finanzielle Mittel in die Schaffung eines stabilen Umfelds für Kinderrechte zu investieren“, so die Autoren der Studie. Viele ärmere Staaten verdienten, gemessen an ihrem Budget und ihren Möglichkeiten, Lob für ihre Mühen. „Umso mehr ist es dennoch alarmierend, dass einige Industriestaaten ihre Führungsverantwortung vernachlässigen und es versäumen, bestmöglich in die Rechte von Kindern zu investieren.“

Insgesamt bemühten sich die allermeisten Länder um die Etablierung von Kinderrechten. Raum für eine bessere Entwicklung sehen die Autoren des Index aber dennoch: Viele der installierten Gesetze und Bestimmungen entsprächen nicht der UN-Kinderrechtskonvention. Die aber sei weiterhin der entscheidende Maßstab. “

Den gesamten Beitrag könnt ihr nachlesen auf:

http://www.dw.com/de/vorfahrt-f%C3%BCr-kinderrechte-der-kidsright-index/a-38829086

Wissenschaftliche Honorarkraft für kinderrechtliches Forschungsprojekt

Das Deutsche Kinderhilfswerk plant die Umsetzung einer wissenschaftlichen Erhebung der Umsetzung von Kinderrechten in Deutschland, verbunden mit einem differenzierten Vergleich der Bundesländer.

In diesem Rahmen sucht das Deutsche Kinderhilfswerk zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine wissenschaftliche Honorarkraft, die dieses Vorhaben auf Werkvertragsbasis wissenschaftlich begleitet und die Durchführung maßgeblich unterstützt. Gerne auch begleitend zu einer Promotion. Dienstsitz ist Berlin.

Zu Ihren Aufgaben gehören:

  • Wissenschaftliche Begleitung des Projekts Kinderrechte-Index
  • Erhebung, Zusammenstellung und Analyse von quantitativen Daten
  • Durchführung von qualitativen Interviews mit Fachkräften aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe
  • Inhaltliche Vorbereitung und Nachbereitung der Sitzungen eines Wissenschaftlichen Beirates

Wir erwarten von Ihnen insbesondere:

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium
  • Sehr gute Kenntnisse in Statistik und Methoden
  • Sehr gute Kenntnisse der empirischen Sozialforschung (quantitativ und qualitativ) –
  • Kompetenzen im Projektmanagement
  • Gute Kenntnisse im Bereich Kinderrechte
  • organisatorisches Geschick und Eigeninitiative
  • Erfahrungen im Bereich Kinder- und Jugendbeteiligung bzw. Kinder und Jugendhilfe sind wünschenswert

Ihre vollständige Bewerbung richten Sie bitte bis 28.05.2017 unter Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen per E-Mail an jobs@dkhw.de.