Hintergrund und Auftrag

Bestehendes beschreiben und Lücken aufspüren

Der Stadtjugendring Dresden e. V. sowie das Kulturbüro Dresden e. V. haben mit Beschluss des Jugendhilfeausschusses der Stadt Dresden vom 07. Januar 2016 den Auftrag erhalten, ein Rahmenkonzept “Demokratieförderung und Beteiligung” zu entwickeln. Mit diesem Konzept wurden erstmalig alle lokal bereits bestehenden Strukturen und Verfahren in einem Papier gebündelt. Zudem wurde nach Lücken in der Partizipationslandschaft gesucht und folgende Fragen aufgetan:

„Wie können wir in Dresden noch besser Kinder und Jugendliche an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligen?“

„Was braucht eine Stadt wie Dresden, um Demokratiebildung und Partizipation zu fördern?“

„Wie kann es umgesetzt werden und wer ist daran beteiligt?“

Hierzu hat sich das Konzept mit den verschiedenen Beteiligungsformen auseinandergesetzt – welche Struktur kann was leisten und wie muss diese verankert sein, um eine lebendige Beteiligungskultur junger Menschen zu implementieren. Darüber hinaus wurden relevante Netzwerke und Qualifikationsmöglichkeiten der agierenden Akteure beleuchtet sowie die rechtlichen Grundlagen als Basis für Demokratie und Kinderrechte benannt.

Für die Erarbeitung des Konzeptes hatten die beiden Institutionen bis in den Herbst 2016 Zeit. In diesem Zeitraum sind zum einen Gespräche mit den Akteuren vor Ort durchgeführt wurden, denn in Dresden gibt es bereits einige Projekte und Träger, die sich diesen Themen widmen. Darüber hinaus wurden im Juli verschiedene Projekte in Deutschland besucht, um Erfahrungen aus anderen Kommunen in das Konzept einfließen zu lassen. Wir sind nach Potsdam, Berlin, München, Nürnberg, Halle und Leipzig gefahren um mit Mitarbeitenden von Kinderbüros und Kinderbeauftragten zu sprechen.

Die Erlebnisse und Ergebnisse aus den Gesprächen wurden in diesem Blog dokumentiert, so dass Interessierte am Recherche- und Entstehungsprozess teilhaben können. Außerdem wurde die Konzeption als Erstentwurf an Interessenten versendet, deren Rückmeldungen wir in die nun abgeschlossene, dem Jugendamt als Auftraggeber vorgelegten Fassung, haben einfließen lassen. Viele unterschiedliche Erwartungen waren an die inhaltliche Ausrichtung geknüpft und wir haben versucht diesen, gekoppelt mit den fachlichen Anforderungen an solch eine Konzeption sowie dem recht breit gefassten Auftrag, gerecht zu werden. Die Konzeption steht hier öffentlich für Interessenten zur Verfügung. 

Nach der Entwicklung der Rahmenkonzeption muss es im nächsten Schritt gelingen, die guten Beteiligungsprojekte in Dresden zu sichern und die Lücken nach und nach zu schließen. Dieser Prozess wird vorrangig in den Händen des Jugendhilfeausschusses und der Stadtverwaltung liegen. Wir stehen aber weiterhin als Ansprechpartner und Akteure zur Verfügung und sind neugierig auf die bevorstehenden Entwicklungen.

 

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